Zentrale Themen entdecken 

Jeder fängt mal klein an - so wie wir. Aus einer gemeinsamen Vision haben wir zusammen Schritt für Schritt etwas Großes gemacht. Darauf sind wir stolz.

Unser Verständnis von Empathie

Empathie bedeutet, die Gefühle und Gedanken anderer Menschen wahrzunehmen, zu verstehen und darauf zu reagieren. 

Trainierbarkeit von Empathie

Empathie ist wichtig für gute Beratung: Sie schafft Vertrauen, kann Klient:innen motivieren und hilft dabei, Vorurteile abzubauen (Klonek et al., 2020; Lambert & Barley, 2001; Ritter et al., 2002). Deshalb wird seit vielen Jahren erforscht, ob Empathie gezielt gefördert werden kann.

Empathie im Jobcenter

Im Jobcenter treffen Mitarbeitende und Klient:innen oft auf herausfordernde Situationen. Die Gespräche sind eingebettet in bürokratische Strukturen und finden häufig unter Druck statt – sei es durch belastende Lebenslagen, Sprachbarrieren oder unterschiedliche Erwartungen (Hiller/Zillmer-Tantan 2021, Terpe 2011, Heidig et al 2015). Empathie kann hier eine zentrale Brücke sein (Rübner/Weber 2021, Tountopoulou et al. 2019).

Arbeitsmarktintegration in Deutschland

In Deutschland ist die Arbeitsmarktintegration ein zentraler Bestandteil der Arbeitsvermittlung. Ziel ist es, Arbeitsuchende und Arbeitgeber:innen zusammenzubringen und bei Hindernissen passende Unterstützungsmaßnahmen anzubieten.

Glossar

 Empathie

Die Fähigkeit, sich in die Gefühle und Perspektiven anderer Menschen hineinzuversetzen. Im Jobcenter hilft Empathie, vertrauensvolle Beziehungen zu Klient:innen aufzubauen.

Quellen: Batson et al., 2002; Rübner & Weber, 2021

Kognitive Empathie / Perspektivübernahme

Die Fähigkeit, die Sichtweise oder Perspektive einer anderen Person zu verstehen, ohne die notwendige professionelle Distanz zu verlieren.

Quellen: Batson et al., 2002; Cuff et al., 2016

Affektive Empathie / Mitgefühl

Das Mitfühlen mit den Emotionen anderer. Im Jobcenterkontext unterstützt affektive Empathie Mitarbeitende, emotionale Belastungen zu erkennen und kritische Situationen zu entschärfen.

Quelle: Batson et al., 2002, Rübner & Weber, 2021

 Empathielots:innen

Interkulturell sensible und geschulte Jugendliche und junge Erwachsene, die mit Jobcoaches/Integrationsfachkräften ins Gespräch kommen und Perspektiven auf kritische Situationen in Beratungsgesprächen austauschen. 

Jobcoach / Integrationsfachkraft

Fachkräfte im Jobcenter, die Arbeitsuchende beraten, Förderpläne erstellen und bei der beruflichen Integration unterstützen. Sie führen auch Eingliederungsgespräche und koordinieren individuelle Maßnahmen.

Quelle: Bundesagentur für Arbeit, 2025

 Jobcenter

Öffentliche Einrichtungen, die erwerbsfähige Hilfebedürftige unterstützen, Leistungen nach SGB II bereitstellen und Integrationsmaßnahmen koordinieren. Jobcenter arbeiten eng mit der Bundesagentur für Arbeit, Kommunen und Bildungsträgern zusammen.

Quelle: SGB II, Bundesagentur für Arbeit, 2025

 Eingliederungsgespräch

Strukturiertes Beratungsgespräch zwischen Jobcoach und Klient:in, in dem berufliche Ziele, Maßnahmen, Hemmnisse und Unterstützungsmöglichkeiten besprochen und dokumentiert werden.

Quelle: Bundesagentur für Arbeit, 2025

 Arbeitsmarktintegration

Der Prozess, arbeitsuchende nachhaltig in den Arbeitsmarkt einzugliedern. Dazu gehören Beratung, Qualifizierung, Vermittlung und Nachbetreuung.

Quelle: Rübner & Weber, 2021; Bundesagentur für Arbeit, 2025

 Fallmanager:in

Spezialist:innen, die besonders komplexe Lebenslagen von Klient:innen betreuen. Sie bieten eine ganzheitliche, beschäftigungsorientierte Beratung, berücksichtigen individuelle Lebensumstände und koordinieren erforderliche Unterstützungsmaßnahmen.

Quelle: Bundesagentur für Arbeit, 2025

 Integrationsplan / Kooperationspla

Ein individuell erstellter Plan, der Ziele, Maßnahmen und Schritte zur Arbeitsmarktintegration festhält. Wird regelmäßig überprüft und angepasst.

Quelle: Bundesagentur für Arbeit, 2025

 Bibliografie