Über das Projekt
Das DATI-Pilotprojekt (Wegweiser Empathie-Mitgefühl und Perspektiven, abgekürzt WEMP) ist eine innovative Kooperation zwischen der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR) als Forschungspartner und der Pro Arbeit als Praxispartner. An der HWR betreut das Team der Arbeitseinheit Angewandte Psychologie das Projekt, bei ProArbeit das Team des Europäischen Projektmanagements (EPM).
Das Projekt ist vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert und soll Mitarbeitenden Impulse geben, um Herausforderungen im Beratungskontext, insbesondere im Bereich Migration und Interkulturalität, zu meistern.
Das Projekt verbindet evidenzbasierte Forschung mit einem innovativen praktischen Ansatz, um durch interaktiven Austausch zwischen jungen Menschen und den Mitarbeitenden des Jobcenters ein breiteres Verständnis für verschiedene Perspektiven zu schaffen.
Somit bietet das Projekt den Jobcoaches einerseits Einblicke in die Lebenswelt junger Menschen, um interkulturell relevante Situationen im Beratungsalltag besser verstehen zu können. Andererseits bekommen die jungen Projektteilnehmenden berufsrelevante Einblicke in die Arbeitsvermittlung.
Projektzeitraum: 01.10.2024 – 31.03.2026 (18 Monate)
Projektphasen
- Ausgangslage erfassen - Qualitative Interviews mit Jobcenter-Mitarbeitenden
- Trainingsinhalte entwickeln - Inhalte für Perspektivwechsel & Dialog für die Arbeitsprozesse im Jobcoaching
- Lotsen qualifizieren - Jugendliche und junge Erwachsene gewinnen & qualifizieren
- Training umsetzen - Workshops & Begegnungen
- Wirkung evaluieren - wissenschaftliche Auswertung
Ziele des Projekts
Das Ziel des Projektes ist es, das Verständnis zwischen Jobcentermitarbeitenden und Kundinnen und Kunden zu fördern, im Kontext kultureller Vielfalt und verschiedener Migrationshintergründe.
Spezifisch geht es um Folgendes:
- Perspektivübernahmefähigkeit von Mitarbeitenden im Jobcenter fördern, um Zugang von Kundinnen und Kunden zum Arbeitsmarkt zu verbessern.
- Analyse der aktuellen Beratungspraxis: Die Erfahrungen und Herausforderungen der Jobcentermitarbeitenden werden in einer wissenschaftlichen Studie erhoben.
- Entwicklung eines praxisnahen Trainingskonzepts: Basierend auf den Erkenntnissen wird ein Konzept erarbeitet, das die Arbeitsprozesse im Alltag der Jobcenter Mitarbeitenden erleichtert und die Beratungsqualität verbessert.
- Workshop zum Austausch zwischen Jugendlichen und Jobcenter Mitarbeitenden durchführen.
Zielgruppen des Projekts
Um ein besseres Verständnis zu fördern, neue Perspektiven zu eröffnen und die Arbeitsbeziehung im Rahmen der Beratungskontexte zu verbessern, richtet sich das Projekt an folgende Gruppen:
- Integrationsfachkräfte, Jobcoaches und deren Führungskräfte aus den Jobcentern des Kreises Offenbach, der Stadt Offenbach und des Kreises Groß-Gerau
- Interkulturell sensible Jugendliche und junge Erwachsene,
die zu Empathie-Lotsen geschult werden
Projektpartner
Assoziierte Projektpartner
EPM-Team
Das Europäische Projektmanagement (EPM) ist ein agiles und innovatives Team der Pro Arbeit - Kreis Offenbach - (AöR), kreiert für die Implementierung transnationaler Projekte, die der Organisation die konkrete Partizipation auf dem europäischen Niveau ermöglicht. Das EPM ist nicht nur ein Teil des Konsortiums in diversen Projekten, sondern bringt auch Erfahrungen und Expertise in europäische Gremien mit, die sich für ein soziales und engagiertes Europa einsetzen.
HWR-Team
Die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR) ist mit rund 12.000 Studierenden eine der großen Hochschulen Berlins. Ein enger Praxisbezug, vielfältige Forschung in den Bereichen Verwaltung, Öffentliches Recht und Bevölkerungsschutz sowie eine starke internationale Ausrichtung zeichnen sie aus.
Prof. Dr. Tobias Ringeisen
Professur für Angewandte Psychologie im Fachbereich 3 Allgemeine Verwaltung an der HWR Berlin, Projektkoordinator